Druckerei und Verlag

Verlagsprogramm

Otto Wiesner:
Laßt nicht mehr zu, was wir an Last getragen.
Sachsenhausen - Mauthausen - Moosberg. Authentische Erzählungen.

Überarbeitete Auflage 2015
Kt., 368 Seiten, ISBN 978-3-932246-90-6
Preis: 16,00 € inkl. Versandkosten

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Inhalt:


Vorwort:

Sie haben den Titel des Buches gelesen. Bitte, legen sie es nicht wieder weg, denn es geht Sie und jeden anderen an. Mit diesem Buch wenden sich symbolisch an Sie Millionen von Menschen jeglichen Alters und Geschlechts, die nicht mehr leben. Ihr Leben wurde ausgelöscht, meist auf grauenhafte Weise in den Gaskammern des Dritten Reiches. Sie verhungerten, wurden abgespritzt, starben qualvoll an medizinischen Versuchen und Krankheiten und gingen an unmenschlicher Sklavenarbeit zugrunde. Aber nicht nur die Ermordeten mahnen, auch die, die das Glück besaßen, das faschistische Inferno zu überleben.

Der Autor dieses Buches gehört zu den Überlebenden. Sein Gewissen verpflichtet ihn, nun schon im hohen Alter stehend, unermüdlich über den Schandfleck deutscher Geschichte zu berichten und das Gewissen der Menschen wachzurütteln, damit nicht wieder aufflammt, was längst erloschen sein sollte.

Nichts ist unveränderlich, nichts gottgewollt. Es war das System der unmenschlichen Raffgier, der skrupellosen Ausbeutung, der Unterdrückung vieler Völker, des Rassenhasses und der Völkerfeindschaft. Aber alles ist zum Guten veränderlich, wenn menschliche Vernunft und der Mut zur Veränderung es wollen.

Das grausame System der Hitler-Diktatur ist nicht mehr. Der vielversprechende Neuanfang nach 1945 eine gerechtere Menschheitsentwicklung einzuleiten, ist im Sand eines Kalten Krieges, der Fehlentscheidungen, an Unvernunft und moralischen Verwerfungen versickert. Geblieben ist die kalte Herrschaftsform des Kapitals, umhüllt mit dem Mantel der "Demokratie". Doch er wärmt die Mehrheit im eigenen Land nicht. Aus dem Boden der vergewaltigten Erde hier bei uns und anderswo, wächst wieder die giftige Pflanze des Faschismus, gefördert durch Denkfaulheit vieler Bürger und den Willen der Herrschenden. Die Opfer von damals werden zu Schuldigen, Widerstandskämpfer zu Gehilfen der SS gestempelt, Gedenktage an die Verbrechen der Nazis verunglimpft, die Millionen Vergasten geleugnet, Dementis mit schwacher Stimme oder farblos in die Medien gebracht.

All den Leugnungen und Verzerrungen historischer Wahrheiten gilt es entgegenzutreten, wenn man nicht selber in der Gegenwart oder Zukunft das eigene Opfer des Versagens werden will. Das Buch "Laßt nicht mehr zu, was wir an Last getragen" soll dazu beitragen, dass die Erde blüht und nicht wieder im Blut versinkt.


Über den Autor:

Otto Wiesner, geboren 1910 in Hamborn, gestorben 2006 in Potsdam. Von Beruf Schriftsetzer. Seit 1924 politisch organisiert. 1926 Mitglied im KJVD und 1928 in der KPD. 1934 von der Gestapo verhaftet. Wegen Hochverrats zu 7 Jahren Zuchthaus und 8 Jahren Ehrverlust verurteilt. Anschließend in die Konzentrationslager Sachsenhausen und Mauthausen verschleppt. 1945 von der US-Armee befreit. Erneut Einstieg ins politische Leben. Seit 1960 als freier Schriftsteller tätig. Seit 1964 Mitglied im Schriftstellerverband der IG Medien.

Veröffentlichungen u.a.