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Verlagsprogramm

Tobias Weißert (Autor), Bündnis Rente zum Leben (Hrg.): Mindestrente 1050 Euro – jetzt!

1. Auflage, © 2018 Bündnis Rente zum Leben;
Kt., 38 Seiten, Preis: 3,00 € inkl. Versandkosten

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Inhalt:


Die Lage: Ernst

Der Reichtum in Deutschland steigt. Die Armut ebenfalls. Besonders stark wächst sie im Alter. 2016 betrug die durchschnittliche Altersrente für Neuzugänge in Deutschland 837 Euro. Für Frauen betrug sie gerade mal 681 Euro. Das bedeutet: Viele Millionen RentnerInnen und Rentner beziehen bereits heute Armutsrenten.

Die Ursachen: Interessen

Schuld ist nicht etwa die Wirtschaftslage oder die demografische Entwicklung. Schuld an dem Niedergang der Renten sind Eingriffe wie die Teilprivatisierung der Rente ("Riester-Reform"). Seit 1992 haben diese Eingriffe die Renten um rund ein Drittel entwertet. Profiteure waren die private Finanzwirtschaft, der ein riesiger Markt für private Vorsorge mit Milliardengewinnen zugeschanzt wurde, und die Arbeitgeber, deren Lohnkosten damit gesenkt wurden. Gleichzeitig wurden ein riesiger Mindestlohnsektor geschaffen und Beschäftigungsverhältnisse gefördert, die versicherungspflichtige Beschäftigung aushöhlen.

Die Folge: Wer sich einige Jahre in Leiharbeit, in Werkvertragsarbeit, in Befristung, in Teilzeit, in Mini- oder Midi-Jobs, in Mindestlohnarbeit, in längerer Ausbildung oder in Arbeitslosigkeit befindet, muss später mit Altersarmut rechnen.

Die Zukunft: Dramatisch

Wir sorgen uns vor allem um die junge Generation. Wenn Lobbyisten und Politiker behaupten, bessere Renten gingen zu Lasten der Jungen, ist das eine glatte Lüge. Denn die Jungen von heute werden die ArmutsrentnerInnen von morgen sein! Wenn jetzt nichts geschieht, bricht das Elend quasi per Gesetz über uns herein. In 15 oder 20 Jahren wird es jeden zweiten betreffen. Weit über 10 Millionen alte Menschen leben dann in Armut. Eine gesellschaftliche Katastrophe – auf Ansage. Die nächste Generation wird das mit voller Wucht zu spüren bekommen. Besonders betroffen: Frauen. Sie arbeiten oft in Teilzeit, werden schlecht bezahlt und kümmern sich immer noch überwiegend um Kindererziehung und Pflege von Angehörigen. Sie haben schon fast eine Garantie auf Altersarmut.

Gegenmittel: Eine Mindestrente

Neben einer generellen Erhöhung der Renten für alle, brauchen wir dringend eine Mindestrente. In unserem Rentensystem führen geringe Einkommen, Teilzeitbeschäftigung und Lücken im Versicherungsverlauf (Kindererziehung, Pflege, Arbeitslosigkeit) zwangsläufig zu geringen Renten. Nur eine echte Mindestrente kann da helfen, wie das Beispiel Österreich zeigt. Dort wird jeder, der einen Rentenanspruch erwirbt, egal in welcher Höhe, aufgestockt auf eine Mindestrente von monatlich 1.038 Euro. Wer mindestens 30 Jahre eingezahlt hat, erhält sogar 1.176 Euro. Ähnliche Mindestrenten gibt es in fast allen europäischen Ländern. Nur in Estland, Litauen, Slowenien und Deutschland gibt es sie bislang nicht. Es wird höchste Zeit: Wir fordern für Deutschland eine monatliche Mindestrente in Höhe von 1.050 Euro netto. Liegen laufende Einnahmen darunter, sollen sie auf diesen Betrag aufgestockt werden.

Mindestrente auch in Deutschland!
1.050 Euro netto sind das Mindeste!

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